Beste Saisonleistung in Zandvoort

23.07.2017

Max Hofer fuhr beim ADAC TCR Germany Wochenende in den Niederlanden auf den tollen fünften Platz / Erst ein vermeintliches Massenvergehen beim Start sorgte für einen Umsturz des ursprünglichen Rennergebnisse.

Mit dem wahrscheinlich bislang besten Rennen seiner noch jungen Karriere begann am Samstag das Wettkampf-Wochenende der ADAC TCR Germany in Zandvoort für Max Hofer. Nach einer Kollision, in die drei Autos hinter dem 18-jährigen Perchtoldsdorfer involviert waren, wurde der siebente Saisonlauf zuerst abgebrochen, um dann nach einer rund 20-minütigen Wartezeit wieder neu gestartet zu werden. Von da an wuchsen dem Österreicher im Audi RS3 LMS wahrlich Flügel. Von Platz 14 aus katapultierte er sich an einem Gegner nach dem anderen vorbei, lag zwei Runden vor Schluss auf dem vierten Platz. „Da hatte ich schon das Podest im Visier“, jubelte Hofer nach dem Rennen, das er letztendlich dann auf dem tollen fünften Platz beendete. Das beste Ergebnis in der heurigen Saison. Die Freude war dementsprechend groß und auch berechtigt. Und dauerte noch Stunden lang an. Doch als Max Hofer am späten Abend sein hervorragendes Ergebnis noch einmal im Internet bestätigt sehen wollte, gab es die kalte Dusche. „Da war ich plötzlich auf dem 16. Platz. Ich hab‘ geglaubt, mich trifft der Schlag. Aber nicht nur meines, sondern das ganze Ergebnis war komplett auf den Kopf gestellt.“ Der vermeintliche Sieger Niels Langeveld aus Holland war zum Beispiel nur noch 13.

Viele Fragen taten sich auf, Antworten darauf gab es vorerst freilich umso weniger! Sogar eine offizielle Presseaussendung der TCR Germany, in der u.a. auch Hofers fünfter Platz gewürdigt wurde, war bereits an die Medien ausgeschickt. Von einer Ergebniskorrektur keine Spur. Eine knapp gehaltene Erklärung zum Resultats-Tohuwabohu gab es erst viele Stunden später, nämlich heute kurz vor dem zweiten Rennen. Dieser zufolge ist Fakt: Gleich 15 Fahrern wurde von der Rennleitung nachträglich eine 30-Sekunden-Zeitstrafe aufgebrummt, weil sie beim Restart gegen das Startprozedere (Artikel 16.2, Rundstreckenreglement) verstoßen haben. Max Hofer erklärt: „Weil das Wetter wie immer in Zandvoort unsicher war, wurden die Autos während der Wartezeit zum Neustart aufgebockt, um jederzeit noch schnell die Reifen wechseln zu können. Die Autos müssen bis spätestens drei Minuten vor dem Start wieder mit allen vier Rädern auf dem Asphalt stehen. Wenn diese Zeit überschritten wird, gibt es eine Strafe. Als Fahrer bist du da aber nur Passagier, weil du ja im Auto sitzt und darauf vertrauen musst, dass die Zeit, bis du wieder startklar unten stehst, eingehalten wird.“ Dass dieses Vergehen diesmal gleich 15 Piloten begangen haben sollen, lässt zumindest auf einen sehr eifrigen und sehr umsichtigen Race-Steward schließen. Aber sei’s drum, abgehakt – das Ergebnis konnte man Max Hofer zwar wegnehmen, die tolle Leistung aber nicht!

Mit dieser Einstellung ging der Niederösterreicher ins heutige zweite Rennen auf dem traditionsreichen niederländischen Dünenkurs. Wie am Samstag gelang Max Hofer – diesmal von Platz 15 aus – ein sehr guter Start, „bei dem ich gleich zwei Konkurrenten überholen konnte. In weiterer Folge hat sich das Feld dann irgendwie festgefahren. Den einen oder anderen Zweikampf hab‘ ich noch gewinnen können, aber mehr war dann nicht mehr drinnen.“ Letztendlich landete Hofer auf dem elften Platz, mit dem er auf Grund des Rennverlaufs zufrieden war. „Es war eine gute Vorstellung von mir. Wenn man den fünften Platz von gestern und den elften von heute hernimmt, war’s ein eigentlich super Wochenende.“